LTR-Visum Bilanz nach 3 Jahren: 7.000+ Genehmigungen und 23 Mrd. Baht für Thailands Wirtschaft

Am 11. September 2025 veröffentlichte das Thailand Board of Investment (BOI) einen Bericht über die Ergebnisse des Long-Term Resident (LTR) Visumprogramms in den ersten drei Jahren. Laut der offiziellen Mitteilung hat das Programm erfolgreich hochqualifizierte Ausländer und vermögende Privatpersonen angezogen und somit einen wesentlichen Beitrag zur thailändischen Wirtschaft geleistet.

Der BOI-Bericht hebt zwei zentrale Erfolge seit dem Programmstart am 1. September 2022 hervor:

  • Genehmigte Visa: Über 7.000 LTR-Visa wurden genehmigt.
  • Wirtschaftlicher Beitrag: Das Programm hat einen wirtschaftlichen Wert von über 23 Milliarden THB (ca. 651 Millionen USD) geschaffen.

Wirtschaftlicher Beitrag: Die Aufschlüsselung der 23 Mrd. Baht

Laut dem BOI-Bericht setzt sich der wirtschaftliche Gesamteffekt aus vier Hauptquellen zusammen:

  • Private Konsumausgaben (13,2 Mrd. Baht): Gelder, die von LTR-Visuminhabern für Lebenshaltungskosten, Waren und Dienstleistungen in Thailand ausgegeben werden.
  • Direktinvestitionen (8,1 Mrd. Baht): Kapital, das von Antragstellern der Kategorien „Wohlhabende Weltbürger“ (Wealthy Global Citizen) und „Wohlhabende Rentner“ (Wealthy Pensioner) in die thailändische Wirtschaft investiert wurde.
  • Einkommensteuer (800 Mio. Baht): Steuern, die von Fachkräften der Kategorie „Hochqualifizierte Fachkräfte“ (Highly-Skilled Professionals) auf ihr in Thailand erzieltes Einkommen gezahlt wurden.
  • Visagebühren (351 Mio. Baht): Direkte Einnahmen aus den Antrags- und Bearbeitungsgebühren für das LTR-Visum.

Herkunft der LTR-Visuminhaber

Die Statistik des BOI gibt auch Aufschluss über die geografische Herkunft der genehmigten Antragsteller:

  • 🇪🇺 Europa: 42 %
  • 🇺🇸 USA: 19 %
  • 🇯🇵 Japan: 9 %
  • 🇨🇳 China: 5 %
  • 🇮🇳 Indien: 4 %

Wachstumstreiber und Zukunftspläne

Das BOI führt das stetige Wachstum des Programms auf die im Januar 2025 vom Kabinett genehmigten Regeländerungen zurück. Diese Anpassungen, die unter anderem die Visaberechtigung auf ausländische Dozenten an Bildungseinrichtungen ausweiteten, führten laut BOI zu einer Verdoppelung der Anträge von „Wohlhabenden Weltbürgern“ im Vergleich zum Vorjahr.

Für die Zukunft plant das BOI eine weitere Verbesserung der Dienstleistungen durch die Integration verschiedener E-Service-Systeme (e-Visa, e-Work Permit), um einen durchgängigen digitalen Prozess zu schaffen. Unterstützt wird diese Initiative durch das neue Thailand Investment and Expat Services Center (TIESC) in One Bangkok, das im März 2025 eröffnet wurde und als „One-Stop-Service-Center“ für Investoren und Visuminhaber dient.


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Mikhail Borodin - Managing Partner, AIM Bangkok

Über den autor

Mikhail Borodin

Managing Partner

Mikhail ist seit 1997 im internationalen Wirtschaftsrecht tätig. Seine Karriere begann bei führenden deutschen Wirtschaftskanzleien in Russland, wo er Mandanten aus der DACH-Region bei grenzüberschreitenden Transaktionen betreute. Anschließend war er für internationale Kanzleien in Bangkok tätig. Heute begleitet er mit AIM Bangkok Unternehmen und Privatpersonen beim Markteintritt, bei Investitionen, Immobilientransaktionen und der Relocation nach Thailand. Mikhail Borodin spricht fließend Deutsch, Englisch und Russisch und lernt Thai. Mikhail ist in Thailand nicht als Rechtsanwalt zugelassen. Die Beratung zu Fragen des thailändischen Rechts erfolgt durch die in Thailand zugelassenen Rechtsanwälte der Kanzlei.