Überblick über die jüngsten Aktualisierungen
Das Investitionsamt (BOI) hat seine Vorschriften zum Grundbesitz für ausländische juristische Personen gemäß § 27 des Investitionsförderungsgesetzes B.E. 2520 aktualisiert.
Der derzeitige Rechtsrahmen stützt sich auf die folgenden amtlichen Dokumente:
- Bekanntmachung des Investitionsausschusses Nr. 16/2567, veröffentlicht am 1. November 2024.
Darin sind die wesentlichen Zulassungskriterien festgelegt, darunter ein eingezahltes Mindestkapital von 50 Millionen THB sowie die zulässigen Höchstgrößen für Grundstücke (5 Rai für Bürozwecke, 20 Rai für Arbeitnehmerwohnungen). - Bekanntmachung des Amtes des Investitionsausschusses Nr. P.8/2567, erlassen am 4. November 2024.
Darin sind detaillierte Bedingungen und Einschränkungen hinsichtlich der Landnutzung festgelegt, wie beispielsweise Abstandsauflagen, zulässige Einrichtungen und Compliance-Verpflichtungen. - Bekanntmachung des Amtes des Investitionsausschusses Nr. P.9/2568, veröffentlicht am 18. Juli 2025.
Damit wird die Definition zulässiger Unterkünfte für Arbeitnehmer geändert (z. B. durch das Verbot von Eigentumswohnungen und Ladenhäusern) und ein obligatorisches Antragsverfahren über das e-Land-System des BOI eingeführt.
Diese Bekanntmachungen legen gemeinsam die Regeln fest, nach denen von der BOI geförderte ausländische Unternehmen in Thailand Grundstücke für Bürozwecke und für die Unterbringung von Mitarbeitern auf operativer Ebene erwerben dürfen.
Wesentliche Bestimmungen
Teilnahmeberechtigung
- Unternehmen müssen während der gesamten Dauer des Grundstücksbesitzes ein eingezahltes Stammkapital von mindestens 50 Millionen THB vorhalten.
- Der Grundbesitz wird pro juristischer Person und nicht pro einzelnem Förderzertifikat ermittelt.
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Grundstücksgrenzen
- Nutzung als Bürofläche: Bis zu 5 Rai (etwa 0,8 Hektar oder 8.000 Quadratmeter).
- Wohnnutzung für Arbeitnehmer: Bis zu 20 Rai (etwa 3,2 Hektar oder 32.000 Quadratmeter).
- Büro- und Wohnflächen können sich sowohl zusammen als auch getrennt von den Geschäftsräumen befinden.
Bedingungen
Unterkünfte für Arbeitnehmer (Stand: Juli 2025):
- Die Unterkünfte müssen eigens zu diesem Zweck errichtete Gebäude sein, die ausschließlich der Unterbringung von Mitarbeitern auf operativer Ebene des geförderten Projekts dienen.
- Wohnungen dürfen nicht:
- Teil eines Grundstückserschließungsprojekts (Wohnsiedlung)
- Eigentumswohnungen
- Einfamilienhäuser oder Gewerbegebäude (z. B. Ladenhäuser)
- Die Anzahl der Räume muss der tatsächlichen Anzahl der am Projekt beteiligten Mitarbeiter entsprechen.
Entfernung:
- Die Unterkünfte für die Beschäftigten müssen sich, sofern sie nicht auf dem Betriebsgelände liegen, in einem Umkreis von 10 Kilometern über die Hauptverkehrsstraßen befinden.
Zentrale Einrichtungen:
- Das Grundstück kann gemeinschaftlich genutzte Einrichtungen wie Parkplätze, Erste-Hilfe-Räume und Küchen umfassen, sofern diese in angemessenem Verhältnis stehen.
Nutzungsbeschränkungen:
- Das Grundstück darf ausschließlich für genehmigte Zwecke genutzt werden und darf nicht gegen lokale ethische Grundsätze, Traditionen oder gesellschaftliche Normen verstoßen.
Einhaltung von Vorschriften und Entsorgung:
- Ein Verstoß gegen die Bedingungen führt zum Entzug der Rechte.
- Das Grundstück muss innerhalb eines Jahres nach Ablauf des vom BOI gewährten Status oder nach Zustellung des Widerrufsbescheids verkauft oder übertragen werden.
Bewerbungsverfahren (Stand: Juli 2025)
- Anträge auf Grundbesitz müssen über das „e-Land“-System des BOI eingereicht werden.
- Das System verlangt von den Antragstellern, dass sie alle erforderlichen Unterlagen hochladen.
- Das BOI prüft die eingereichten Unterlagen auf Vollständigkeit. Sollten Angaben fehlen, haben die Antragsteller 7 Werktage Zeit, diese zu korrigieren und die Unterlagen erneut einzureichen.
- Die Nichteinhaltung dieser Vorgaben führt zur Ablehnung und Löschung des Antrags aus dem System.
- Die endgültigen Entscheidungen werden Ihnen per Post mitgeteilt.
Wesentliche Änderungen
- Streichung der Zuteilung von 10 Rai für Wohnungen für Führungskräfte und Fachkräfte (gemäß der Aufhebung einer früheren Richtlinie des BOI).
- Neue Anforderungen hinsichtlich der Nähe und der Kapazität von Arbeitnehmerunterkünften.
- Die Beschränkungen des Grundbesitzes gelten nun pro juristischer Person und nicht mehr pro Beförderungsurkunde.
- Die Klarstellung vom Juli 2025 verbietet die Nutzung von Eigentumswohnungen, Einfamilienhäusern und Gewerbegebäuden als Arbeitnehmerunterkünfte.
- Anträge müssen über das neue „e-Land“-System des BOI eingereicht und bearbeitet werden, wobei eine strikte Frist von 7 Tagen für die Einreichung von Korrekturen gilt.
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Praktischer Tipp
Unternehmen, die den Erwerb von Grundstücken im Rahmen der BOI-Förderung planen, sollten die aktualisierten Anforderungen sorgfältig prüfen. Wir bieten Ihnen fachkundige Beratung, um die Einhaltung der Vorschriften und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie Unterstützung benötigen.
